Feret (Densbüren)

Als das Gebiet 1975 erworben werden konnte, hatte dieses zunächst "nur" regionale Bedeutung. Mittlerweile wurde der Status aufgrund des Amphibienvorkommens und der Wichtigkeit der verschiedenen Gewässer als Laichgründe auf nationale Bedeutung angehoben.

Das Reservat Feret, östlich des Dorfkerns von Densbüren gelegen, befindet sich mitten in einer Waldlichtung. Die Biotope umfassen eine Fromentalwiese (siehe Box rechts) mit Übegängen zu Magerwiesen, Pionierflächen und eine Hochhecke, sowie Kleingewässer auf verschiedenen Ebenen und grössere Flächen Landröhricht. Zu den im Gebiet vorkommenden Amphibien zählen grosse Bestände von Erdkröte und Grasfrosch, aber auch Feuersalamander, Gelbbauchunke und Geburtshelferkröte ("Glögglifrosch") konnten hier nachgewiesen werden. Für Botaniker gibt es hier unteranderm Orchis-Arten wie das Gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata) und das Männliche Knabenkraut (Orchis mascula), sowie das Grosse Zweiblatt (Neottia ovata) zu bewundern.

Pflegeeinsätze

Da die Weiher mit der Zeit verlanden und die Tümpel ihren Pionier-Charakter verlieren würden, sind regelmässige Pflegeeinsätze nötig. Früher wurden diese noch von der Sektion Densbüren durchgeführt, heute organisiert BirdLife Aargau diese Massnahmen im 1,3 Hektaren grossen Gebiet. Im Abstand von mehreren Jahren müssen die Gewässer ausgebaggert werden, jedes Jahr fallen die Mahd von Schilf und Wiesen, sowie das Abführen des Schnittgutes an. Auch die Jugendgruppe "Sturnus" hat beim Mähen und Rechen schon mit angepackt!

Impressionen

Feret im Milan

Hier geht es zum Artikel (PDF) aus dem Milan 4/2007.

Fromentalwiesen

Fromentalwiesen sind wenig intensiv bewirtschaftete Fettwiesen. Es handelt sich um einen traditionell arteinreichen Wiesentyp, welcher zwei bis drei Mal im Jahr geschnitten wird. Ihr Zustand bleibt stabil, wenn jedes Jahr ein später Heuschnitt durchgeführt und nur zurückhaltend gedüngt wird. In Kombination mit Hecken wie es im Feret der Fall ist, sind solche Wiesen auch gute Jagdgründe für verschiedene Beutegreifer. Der Rückgang dieser einst weit verbreiteten Futteranbauform steht nicht zuletzt in einem direkten Zusammenhang mit dem Verlust der Biodiversität in der schweizer Landwirtschaft (Info: Regioflora, eAGFF und Agrarforschung Schweiz; 2021)