Ein grossartiges Gebiet für die Natur

Das Naturjuwel Eriwis - eine ehemalige Opalinustongrube - ist unser grösstes Reservat. In den vielfälltigen Lebensräumen konnte sich eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt ansiedeln. Der Weg für die Umzonung des Gebietes in eine Naturzzone ist nun geebnet.

BirdLife Aargau hat 2015 die einmalige Gelegenheit ergriffen und gemeinsam mit der Naturwerkstatt Eriwis das 13.5 ha grosse Naturjuwel, die ehemalige Tongrube Eriwis erworben. Mit dem Kauf eines Gebietes vom Format «Eriwis» ging ein langjähriger Wunsch in Erfüllung. Der Kauf wurde aus dem Reservatsfonds finanziert. Wir besitzen das Gebiet im Miteigentum mit der Naturwerkstatt Eriwis mit einem Anteil von 49%. Die Zusammenarbeit ist in einer detaillierten Vereinbarung geregelt. Eine gemeinsame Pflegekommission organisiert die Pflege und Aufwertung des Gebietes.

Die Auflagen des Kantons, eine natürliche Entwässerung der Grube zu installieren und die Hangstabilität durch Fachpersonen zu überprüfen, konnten Mitte 2018 erfüllt werden. Nun kann das Gebiet von der Abbauzone in eine Naturschutzzone umgezont werden.

Ort der Dynamik mit grossem Potential für die Natur

Die Eriwis bildet zusammen mit dem angrenzenden Faltenjura, seiner einzigartigen Waldgebiete und geologischen Formen, eine Landschaft von nationaler Bedeutung (BLN). Diese wiederum ist Teil des Juraparks Aargau, einem regionalen Naturpark mit grosser Naherholungsfunktion. Eingebettet in einer reich gegliederten Kulturlandschaft zeichnet sich die Eriwis mit ihren Erosionsformen als Ort der Dynamik aus. Ihre „wildnishaften" Naturräume ergänzen und kontrastieren ihre Umgebung.

Wir freuen uns, dass wir in Partnerschaft mit dem von uns unabhängigen Verein Naturwerkstatt Eriwis dieses Juwel im Aargau nun besitzen und auf diese Weise die langfristige unter Schutz Stellung garantieren können. Der Verein Naturwerkstatt Eriwis nutzt die Landschaft weiterhin für seine Kurse in Umweltbildung und ähnliche Angebote.

 

Laichzeit in der Eriwis

Zivildienst im Eriwis

Der Verein Naturwerkstatt Eriwis bietet einen Einsatzbetrieb für 6 Zivildienstleistende. Diese leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Aufwertung wertvoller Biotope und Kulturlandschaften, welche nebst dem Natur- und Landschaftsschutz auch für das Wohlbefinden von uns Menschen von grosser Bedeutung sind.

Arbeitsaufteilung: Biotoppflege und Aufwertungen (50%), Neuanlage von Elementen der Kulturlandschaft (20%), Neophyteneinsätze (20%), Administration, Umweltbildung, Landschaft und Gesundheit in Kombination mit Landschaftspflege (10%)

Interesse?

Naturwerkstatt Eriwis
Victor Condrau
Staufbergstrasse 11A
CH - 5702 Niederlenz
Tel. 062 892 11 77
, E-Mail: [tocco-encoded-addr:MTA1LDExMCwxMDIsMTExLDY0LDExMCw5NywxMTYsMTE3LDExNCwxMTksMTAxLDExNCwxMDcsMTE1LDExNiw5NywxMTYsMTE2LDQ2LDExMSwxMTQsMTAz]

Schützenswerte Vielfalt

Die Eriwis ist ein am Rande des Jura gelegene, sehr abwechslungsreich strukturierte Landschaft. In der ehemaligen Opalinustongrube, die bis 1998 genutzt wurde, sind die Einflüsse des Menschen auf die Landschaft auch heute noch sichtbar. Nach der Einstellung des Tonabbaus hat die Natur das Gelände jedoch zurückerobert. Verschiedenste Lebensräume und eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt konnte sich ansiedeln.

Amphibienlaichgebiet

Dazu gehört auch ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung (IANB) mit seltenen Pionieramphibien wie Gelbbauchunke, Geburtshelferkröte, Fadenmolch und andere mehr.

Wildbienenparadies

Heute sind rund die Hälfte aller Wildbienen- arten gefährdet. Einige sind bereits ausgestorben. In der Eriwis hat die ETH Zürich 100 Arten von Wildbienen ge- funden, davon eine, die man für ausgestorben hielt.

Libellen-Oase

Laut einer Untersuchung durch Daniela Abegg von libelleschutz.ch (2020) finden sich in der Eriwis rund 25 Libellenarten. Das entspricht einem Drittel aller in der Schweiz und der Hälfte aller im Kanton Aargau vorkommenden Arten!

...und vieles mehr!

Auch die Pflanzenwelt hat von den Strukturen in dieser Landschaft profitiert. Unter anderem können in dem Gebiet verschiedene Orchideenarten gefunden werden.

Die Eriwis im Milan