Vogelpflege

Angefahrene Greifvögel, zu früh aus dem Nest gefallene Segler oder verletzte Vögel im Garten - sie alle rufen in uns das Bedürfnis wach, zu helfen. Drei Stationen im Kanton pflegen jedes Jahr eine Vielzahl verletzter Vögel gesund.

 Wichtige Informationen zur aktuellen Situation betreffend der Corona-Pandemie:

  • Vögel können nur nach telefonischer Anmeldung angenommen werden

  • Bei der Übergabe müssen die geltenden Sicherheitsmassnahmen (Abstandsregel) eingehalten werden.

Der NVO Oftringen unterhält im ehemaligen Schützenhaus eine für unterschiedlichste Pfleglinge eingerichtete Station mit drei Aussenvolieren. Hier können auch Greifer aufgenommen und ausgewildert werden.

Kontakt
Urs Meyer
079 568 95 03

Die Storchenstation in Möhlin ist eine Institution, die weit herum bekannt und beliebt ist. Die Storchenhorste, die jedes Jahr wieder von den Störchen bezogen werden, ziehen viele Besucher an. Daneben werden hier aber auch kranke oder verletzte Vögel gesundgepflegt.

Kontakt
Bruno Gardelli
077 456 21 35

Homepage

Die Vogelpflegestation Unteres Seetal hat sich in der Schloss-Scheune der Stadt Lenzburg einrichten können und ist seit Frühsommer 2020 in Betrieb. Hier pflegen wir Singvögel sowie Alpen- und Mauersegler. Zur Triage werden auch andere Vogelarten kurzzeitig aufgenommen.

Homepage

Kontakt und Beratung unter der Nummer:
076 502 71 30

Falls nicht erreichbar, bitte auf die Combox sprechen oder ein SMS/Whatsapp (mit Foto des Vogels) schreiben, wir rufen so rasch wie möglich zurück.

Warum braucht es Vogelpflegestationen?

Verschiedene äussere Einflüsse können dazu führen, dass ein Vogel menschliche Hilfe benötigt um zu überleben. Da sind zum einen die Witterung und die klimatischen Bedingungen, die sich direkt auf die Überlebenschancen der Jungtiere und das Migrationsverhalten der Zugvögel auswirkt. Zum anderen birgt die Zivilisation viele Gefahren in Form von Hindernissen, Störungen und dem Lebensraumverlust. In den seltensten Fällen weiss die Person, die zufällig einen hilflosen Vogel findet, was nun zu tun ist. Vielleicht hat sich das Tier bei einer Kollision einen Flügel gebrochen oder ist wegen der schlechten Witterung entkräftet. Vielleicht kann dem Vogel aber auch nicht geholfen werden und er muss erlöst werden. In all diesen Fällen kann sich die Bevölkerung an die Fachpersonen in den Vogelpflegestationen wenden, welche stets die beste Lösung zu finden versuchen.

Im Kanton Aargau gibt es drei Vogelpflegestationen unter dem Patronat von BirdLife Aargau. Diese drei Stationen, die alle ehrenamtlich geführt werden, haben eine Bewilligung des kantonalen Veterinäramtes um geschwächte oder verletzte Vögel aufzunehmen. Im Schnitt werden jährlich gut 500 Pfleglinge aufgenommen und über 3500 Tagen gepflegt. Über 60% davon können jeweils wieder in die Freiheit entlassen werden. Die restlichen knapp 40% schaffen es in der Regel nicht und sterben oder müssen eingeschläfert werden.

Tiere in Not brauchen unsere Hilfe

Das Ziel der Vogelpflege ist es, die Tiere wieder in die Freiheit zu entlassen und nicht, sie in Käfigen und Volieren „aufzubewahren“. Mit der Arbeit der Pflegestationen kann wenig zum Erhalt von gefährdeten Arten getan werden. Sobald wir mit einem Tier in Not konfrontiert sind, handelt es sich um ein Einzelschicksal. Es appelliert an unsere Hilfsbereitschaft und hat unsere Sorgfalt und Hingabe verdient. Die verletzten und geschwächten Vögel sind nicht nur Tiere, die unsere Hilfe brauchen. Sie sind auch Sympathieträger und berühren die Menschen persönlich. Auf eine Amsel mehr oder weniger mag es nicht ankommen. Aber eine verletzte Amsel wird zur Botschafterin für unsere zentralen Anliegen wie Umweltschutz und Schutz der Lebensräume mit ihren Arten und verdient nicht zuletzt auch deshalb unsere Hilfe.

Grundkurs Vogelpflege

Interessieren Sie sich für die Mitarbeit in einer Vogelpflegestation? Könnten Sie sich vorstellen, im Notfall rund um die Uhr für einige Tage für einen Pflegling zur Verfügung zu stehen? Oder möchten Sie einfach einmal einen Einblick in diese bereichernde Arbeit erhalten?

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Jungvögel

Im Frühling und Sommer kann es vorkommen, dass vermeintlich verwaiste Jungvögel gefunden werden. Diese werden aber meist noch von den Eltern gefüttert. Deshalb gilt:

Lassen Sie die Jungvögel dort, wo sie sind!

Wenn sich ein Jungvogel an einer gefährlichen Stelle wie an einer stark befahrenen Strasse befindet, kann er in den nächsten Baum oder in die nächste Hecke gesetzt werden.

Weitere hilfreiche Informationen finden Sie in diesem Merkblatt: Jungvögel - was tun?

Presseberichte

Pressebrichte Vogelpflegestation Möhlin

Basler Zeitung 3. Juli 2020
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Neue Fricktaler Zeitung 28. August 2020
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Presseberichte Vogelpflegestation Oftringen

Zofinger Tagblatt 07.Mai 2020
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Presseberichte Vogelpflegestation
Unteres Seetal

Aargauer Zeitung 2.Juli 2020
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Lenzburger Bezirks-Anzeiger 11.Juni 2020
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